SK-AT 2007-2013 - creating the future
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Das Lead-Partner Prinzip

Das Lead-Partner Prinzip stärkt die Partnerschaftsdimension. Ähnlich den Interreg B und C-Programmen müssen Begünstigte des grenzüberschreitenden Programms Slowakei – Österreich 2007-2013 eine Partnerschaft formal konstituieren. Der Lead-Partner (LP) vertritt die Partnerschaft und ist für die Koordination des Gesamtprojekts (einschließlich Koordination der Finanzierung) verantwortlich. Allein der Lead-Partner berichtet in Vertretung der Partnerschaft an die Verwaltungsbehörde (Stadt Wien).

Der LP hat folgende Verpflichtungen im Interesse der Partnerschaft:
  • Unterzeichnen des Partnerschaftsvertrags mit den Projektpartnern
  • Unterzeichnen des EFRE-Fördervertrags mit der Verwaltungsbehörde
  • Verantwortung für das Projektmanagement und die Durchführung des Projekts im Sinne des Fördervertrags und im Einklang mit EU und nationaler Gesetzgebung
  • Sammeln der Ausgabenverifizierungen der Projektpartner und Erstellen des Zahlungsantrags auf Projektebene
  • Empfang von EFRE-Zahlungen und deren Weiterleitung an die Projektpartner
  • Überwachung des Projektfortschritts, Information des Programmmanagements im Falle von Abweichungen vom Plan




Weiters hat das Lead-Partner Prinzip Auswirkungen auf die Qualität der Partnerschaft. Mindestens zwei der 4 Partnerschaftskriterien müssen erfüllt sein:



Gemeinsame Vorbereitung

Projektpartner nehmen in der Entwicklung des Projekts teil und tragen zur Konzeption des Projekts und dessen Aktivitäten bei. Dieses Kriterium ist davon abhängig in welcher Form die Projektpartner in der Vorbereitungsphase zusammenarbeiten, kommunizieren und ihre Arbeit organisieren sowie von den konkreten Ergebnissen der gemeinsamen Vorbereitung. Bestehende Nachweise für die Zusammenarbeit der Projektpartner in der Vorbereitungsphase sollten explizit genannt und als Teil des Antragsformulars übermittelt werden.


 

Gemeinsame Durchführung

Dieses Partnerschaftskriterium wird durch die Teilung der Aufgaben und Zuständigkeiten der involvierten Projektpartner in der Projektdurchführung bestimmt. Bei der Bewertung der Kooperationsqualität zwischen den Projektpartnern wird die Beschreibung der Arbeitspakete, die Beschreibung der Aufgaben der einzelnen Partner innerhalb des Projekts sowie die Budgetaufschlüsselung entsprechend der Partner berücksichtigt. Die Teilung der Aufgaben zwischen den Projektpartnern sollte entsprechend ihrer Kernkompetenzen und –aktivitäten, Know-how, Erfahrung und Kapazitäten erfolgen.



Gemeinsame Finanzierung

Das Projekt erfüllt die Anforderungen zur Gemeinsamen Finanzierung nur dann, wenn alle Projektpartner finanziell am Projekt teilnehmen. Neben dieser grundlegenden Voraussetzung muss es im Falle von nicht-investiven Projekten ein Minimum von 5% EFRE Kofinanzierung auf einer Seite der Grenze geben. Die Aufteilung der finanziellen Ressourcen zwischen den Projektpartnern sollte der Rolle der Projektpartner im Projekt und den Aktivitäten, für die sie verantwortlich sind, entsprechen.


Gemeinsames Personal

Die Bewertung dieses Kriteriums basiert auf der Definition von gemeinsamem Personal im Operationellen Programm, welche lautet „Personen, die von einer gemeinsamen Organisation angestellt sind; gemeinsame Organisationen: aufbauend auf einer gemeinsamen rechtlichen Basis (EVTZ) oder eine gemeinsame Entität, bei der der grenzüberschreitende Partner eine Teilnahme von mindestens 50% innehaben muss“. Die Erfüllung dieses Kriteriums ist außerordentlich anspruchsvoll, nur eine begrenzte Anzahl an Projekten kann diese erbringen.


Weitere Informationen finden Sie in der Präsentation von Elise Blais und im Handbuch für Antragsteller (Kapitel 2.3) im Downloadbereich.


 
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